Kirchliche und weltliche Bestattung

In der letzten Zeit hat es eine Reihe von Anfragen wegen kirchlicher Bestattungen von aus der Kirche ausgetretenen Personen gegeben. Dabei hat es sich als ungünstig erwiesen, wenn die damit zusammenhängenden Fragen erst besprochen werden, wenn ein Mensch gestorben ist. Das Presbyterium bittet daher, die Familien, in denen ein Mitglied aus der Kirche ausgetreten ist, sich Gedanken zu machen. Das Presbyterium hat sich seinerseits mit dem Thema befasst. Es weist darauf hin, dass kirchliche Bestattungen für alle Gemeinden durch die Kirchenordnung der Evangelischen Kirche von Westfalen geregelt sind. Dort heißt es in Artikel 216: „Die kirchliche Bestattung setzt voraus, dass die Verstorbenen der evangelischen Kirche angehört haben.“

Das Presbyterium sieht in der Entscheidung, aus der Kirche auszutreten, eine Entscheidung gegen die kirchliche Bestattung. Es hält es nicht für angemessen, eine kirchliche Bestattung gegen den Willen eines Menschen zu vollziehen. Für Ausnahmen, die nach der Kirchenordnung möglich sind, sind gewichtige Gründe erforderlich. Der bloße Wunsch der Angehörigen reicht nicht aus.

Das Presbyterium geht davon aus, dass es neben der kirchlichen Bestattung würdige weltliche Bestattungen gibt. Eine ganze Reihe von Bestattern bieten diese an. Auch im Fall einer weltlichen Bestattung ist eine Fürbitte im Gottesdienst nach der Beisetzung möglich. Das Presbyterium bittet die Angehörigen, sich, wenn sie das wünschen, an den Pfarrer zu wenden. Auch einem Wunsch nach seelsorglicher Begleitung wird entsprochen werden.

Freundeskreis Kapelle Overhagen

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